BMBF-Projekt realisiert erstmals eine Messung der Produktivität in Forschung und Entwicklung

(02.02.2009) Bisher ungelöste Fragestellungen zur Produktivität von Forschung und Entwicklung (F&E) konnten erstmals beantwortet werden, z.B. "Welche Auswirkung hat eine Spezifikationsänderung auf die Projektlaufzeit oder die Projektkosten?", "Wie viel früher kann ein Projekt abgeschlossen werden, wenn Probleme schneller erkannt werden?" oder "In welchem Bereich der Entwicklungsumgebung erzielen Investitionen die größte Produktivitätsverbesserung?". Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderte Projekt PRODUKTIV+ beantwortet diese und weitere Fragen, basierend auf technischen Messungen. Die Messergebnisse werden über verschiedene Ebenen bis hinauf für das Management als so genannte Key Performance Indicators (KPI) ablesbar aufbereitet. Die Antworten sind deswegen so bedeutsam, weil die Produktivität in der Entwicklung im Gegensatz zu der im Fertigungssektor bisher nicht messbar war. Während man Produktivität in der Fertigung als Stückzahl pro Aufwand definieren und messen kann, ist dies in der Entwicklung unmöglich, da hier nur Unikate entstehen. Zudem werden die F&E-Ergebnisse über einen längeren Zeitraum erarbeitet, so dass die Produktivität nicht in kurzen Intervallen bestimmbar ist und damit auch nicht zur Steuerung während der Projektlaufzeit zur Verfügung steht.

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